Babyprodukte

Kurzantwort

Wirklich nötig sind im ersten Jahr wenige Babyprodukte: ein sicherer Schlafplatz mit Schlafsack, Kleidung, Windeln, ein Wickelplatz, eine Babyschale fürs Auto und, wenn nicht gestillt wird, Fläschchen und Säuglingsmilch. Sensormatten und Atemmonitore senken das Risiko des plötzlichen Kindstods nicht, und von Lauflernhilfen wird abgeraten.

Nötig, praktisch oder abgeraten

BabyproduktEinordnungWorauf du achtest
Babybett oder WiegenötigKinderbett nach DIN EN 716-1, Sprossenabstand 4,5 bis 6,5 Zentimeter, feste Matratze
SchlafsacknötigHalsausschnitt nicht größer als der Kopf, nicht zu breit
Babyschale fürs Autonötig, sobald dein Baby im Auto mitfährtzugelassen nach UN-Regelung 129 (i-Size) oder 44/04, immer angeschnallt
Kinderwagenmeist nötigGS-Zeichen, Norm DIN EN 1888, Feststellbremse an mindestens zwei Rädern, Sicherung gegen Zusammenklappen
Wickeltisch und Wickelauflagepraktischerhöhte, gepolsterte Seitenteile von mindestens 20 Zentimetern
Trage oder Tragetuchpraktischdein Baby sitzt in der Sitz-Hock-Stellung, das Gesicht bleibt frei
Kinderhochstuhlpraktisch, wenn dein Kind sicher sitztstandfest, Schritt- und Hüftgurt, Prüfzeichen wie GS
Atemmonitor, Sensormattekein Schutznur für Kinder aus Risikogruppen nach Rücksprache mit der Kinderarztpraxis
LauflernhilfeabgeratenGefahr schwerer Treppenstürze
Nestchen, Kopfkissen, FelleabgeratenErstickungsgefahr und Überwärmung
Talkumhaltiger Babypuderabgeratenkann eingeatmet die Atemwege schädigen
Schnullerkettenur an der Kleidunghöchstens 10 Zentimeter lang, nie um den Hals
Einordnung nach den Seiten des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) zu Ausstattung, Schlaf und Unfallverhütung.

Überwachungsmonitore und Sensormatten

Beobachtungsgeräte aus dem Handel, etwa spezielle Matratzen und Schlafunterlagen mit Sensoren, senken das Risiko des plötzlichen Kindstods nicht und werden ausdrücklich nicht empfohlen. Auch Überwachungsmonitore bieten keine absolute Sicherheit. Sinnvoll sein können sie nur bei Kindern aus Risikogruppen, zum Beispiel bei Frühgeborenen mit weniger als 1.500 Gramm Geburtsgewicht oder wenn ein Geschwisterkind am plötzlichen Kindstod gestorben ist. Das entscheidest du mit der Kinderarztpraxis. Ein Monitor ersetzt nie die Regeln für den sicheren Babyschlaf.

Babyapotheke

In eine Babyapotheke gehören vor allem Hilfsmittel. Das BIÖG nennt für die Hausapotheke mit Kindern:

  • digitales Fieberthermometer
  • Verbandsschere, Pinzette, Pipette und Einmalhandschuhe
  • Desinfektionsmittel für Wunden, Pflaster und sterile Wundschnellverbände
  • Mullbinden, Brandwundauflage und Dreieckstuch
  • Wundschutzcreme für den wunden Po

Arzneimittel für Erwachsene sind für Babys nicht geeignet, auch nicht in kleinerer Menge. Welche Mittel gegen Fieber, Schmerzen oder Schnupfen du bereithalten solltest, besprichst du mit der Kinderarztpraxis. Dort bekommst du bei den U-Untersuchungen auch die Empfehlung zu Vitamin D und Fluorid. Hilfsmittel und Pflegeprodukte bekommst du in der Apotheke vor Ort oder in Versandapotheken. Bewahre die Babyapotheke an einem festen, verschließbaren Platz auf, kühl und trocken, und leg die Notrufnummern 112 und 116 117 sowie die Nummer deines Giftinformationszentrums dazu.

Prüfzeichen beim Kauf

Bei Babyprodukten wie Kinderwagen, Hochstuhl und Bett hilft das GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit. Bei gebrauchten Babyprodukten prüfst du, ob sie den aktuellen Sicherheitsnormen entsprechen und ob es für das Modell früher Sicherheitsmängel oder Nachrüstungen gab. Zu Schadstoffen, etwa in Wickelauflagen, geben Testergebnisse von Verbrauchermagazinen Orientierung.

Häufige Fragen

Ist eine Lauflernhilfe sinnvoll?

Nein. Von Lauflernhilfen wird grundsätzlich abgeraten, vor allem wegen schwerer Treppenstürze.

Was gehört in die Babyapotheke?

Vor allem Hilfsmittel: digitales Fieberthermometer, Pflaster und Verbandsmaterial, Pinzette, Pipette und Wundschutzcreme. Arzneimittel stellst du mit der Kinderarztpraxis zusammen.

Mehr zum Baby

Wann du dich beraten lassen solltest

  • Ob ein Überwachungsmonitor für dein Kind sinnvoll ist und welche Arzneimittel in die Babyapotheke gehören: die Kinderarztpraxis.
  • Dein Kind hat etwas verschluckt oder getrunken, das giftig sein könnte: das Giftinformationszentrum deines Bundeslandes; bei Atemnot oder Bewusstlosigkeit sofort den Notruf 112.

Quellen

  1. BehördeSchützt der Einsatz eines Überwachungsmonitors vor dem Plötzlichen Kindstod? · Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) · abgerufen 1.10.2026
  2. BehördeDem Plötzlichen Kindstod vorbeugen · Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) · Stand 14.9.2024
  3. BehördeDie Kinder-Hausapotheke · Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) · Stand 7.2.2026
  4. BehördeEntwicklungsbedingte Unfallschwerpunkte im 1. Lebensjahr · Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) · Stand 29.9.2024
  5. BehördeMit dem Kinderwagen unterwegs · Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) · Stand 28.9.2024
  6. BehördeDas Baby will dabei sein: der Kinderhochstuhl · Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) · Stand 28.9.2024

Aktualisiert am 5.10.2026 · Geprüft am 5.10.2026 · Elternweiser

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