Sicherer Babyschlaf

Kurzantwort

Babys schlafen im ersten Lebensjahr am sichersten auf dem Rücken, im Schlafsack statt unter einer Decke, im eigenen Bett im Elternschlafzimmer und in einer rauchfreien Umgebung. Die empfohlene Raumtemperatur beim Schlafen liegt bei 18 °C.

Checkliste für den sicheren Babyschlaf

  • Im ganzen ersten Lebensjahr zum Schlafen auf den Rücken legen, nie auf den Bauch.
  • Schlafsack statt Decke.
  • Eigenes Babybett im Elternschlafzimmer.
  • Feste, ebene, luftdurchlässige Matratze, die sich nicht eindrücken lässt.
  • Kein Kopfkissen, kein Nestchen oder Bettumrandung, keine Felle, keine Kuscheltiere.
  • Keine Wärmflasche und kein Heizkissen.
  • Keine Mütze im Bett und in der Wohnung.
  • Das Bett nicht in die Sonne oder neben die Heizung stellen.
  • Rauchfreie Umgebung, in der Schwangerschaft und im ersten Lebensjahr.

Diese Regeln stammen aus der Leitlinie zur Vorbeugung des Plötzlichen Säuglingstods und den Empfehlungen des BIÖG. Sie gelten für jeden Babyschlaf, auch tagsüber.

Raumtemperatur und Überwärmung

Die ideale Raumtemperatur für den Babyschlaf liegt bei 18 °C. Ob deinem Baby zu warm oder zu kalt ist, fühlst du zwischen den Schulterblättern. Schwitzt es dort, zieh ihm etwas aus, auch wenn es schläft.

Der richtige Schlafsack

Der Schlafsack ersetzt im ersten Lebensjahr die Decke. Seine Länge ergibt sich laut BIÖG aus der Körpergröße des Kindes minus der Kopflänge plus zehn bis 15 Zentimeter zum Wachsen und Strampeln. Die Körpergröße nach Alter findest du unter Babygrößen.

Im Elternbett schlafen?

Das gemeinsame Bett kann das Stillen erleichtern. Studien deuten aber auf ein höheres Risiko für den Plötzlichen Kindstod hin, vor allem wenn ein Elternteil raucht oder Alkohol oder Drogen genommen hat. Empfohlen wird deshalb ein eigenes Babybett im Elternschlafzimmer; die Leitlinie betont das besonders für die ersten sechs Lebensmonate.

Stillen und Schnuller

Stillen gehört zu den schützenden Faktoren. Einen Schnuller kannst du zum Einschlafen anbieten, sobald sich das Stillen eingespielt hat, meist ab der zweiten bis dritten Lebenswoche. Zwing dein Baby nicht dazu und steck den Schnuller nicht wieder in den Mund, wenn er im Schlaf herausfällt.

Atem- und Überwachungsgeräte

Im Handel erhältliche Überwachungsgeräte wie Sensormatten oder spezielle Schlafunterlagen senken das Risiko für den Plötzlichen Kindstod nicht und werden vom BIÖG ausdrücklich nicht empfohlen. Nur bei besonderen Risiken, etwa sehr kleinen Frühgeborenen, verordnet die Klinik oder Kinderarztpraxis einen Monitor.

Bettwäsche im Sommer für Kleinkind- und Elternbett

Ins Babybett kommt im ersten Lebensjahr weder Decke noch Kopfkissen. Ab wann ein Kind beides bekommt, legen die amtlichen Empfehlungen nicht mit einem Alter fest; frag im Zweifel die Kinderarztpraxis. Für Kleinkind- und Elternbett gilt im Sommer: leichte, luftdurchlässige Bezüge helfen gegen Hitzestau unter der Decke.

  • Baumwoll-Perkal: glatt, dicht gewebt, leicht und kühl auf der Haut.
  • Renforcé: weiche Baumwolle, pflegeleicht, für das ganze Jahr.
  • Leinen: besonders luftdurchlässig, nimmt Feuchtigkeit schnell auf, etwas gröber.
  • Seersucker: gewellte Struktur, liegt nur teilweise auf der Haut, meist bügelfrei.

Der Bezug muss zur Decke passen, sonst verrutscht die Füllung. Übliche Deckengrößen sind 135 × 200 und 155 × 220 cm, Kinderbettdecken meist 100 × 135 cm. Gutsitzende Bettbezüge gibt es in diesen Größen im Fachhandel. Baumwolle und Leinen lassen sich meist bei 40 bis 60 Grad waschen; Siegel wie OEKO-TEX zeigen, dass die Stoffe auf Schadstoffe geprüft wurden.

Häufige Fragen

Welche Raumtemperatur ist für den Babyschlaf richtig?

18 Grad Celsius. Ob dem Baby zu warm ist, fühlst du zwischen den Schulterblättern.

Darf mein Baby mit Kopfkissen schlafen?

Nein, im ersten Lebensjahr gehört kein Kopfkissen ins Babybett.

Schützt ein Atemmonitor vor dem Plötzlichen Kindstod?

Nein. Überwachungsgeräte aus dem Handel senken das Risiko nicht und werden nicht empfohlen.

Ab wann darf ein Baby einen Schnuller bekommen?

Sobald sich das Stillen eingespielt hat, meist ab der zweiten bis dritten Lebenswoche.

Mehr zum Baby

Wann du dich beraten lassen solltest

  • Fragen zu Schlafplatz, Schlafsack und Stillen in den ersten Wochen: die Hebamme.
  • Dein Baby war zu früh geboren, hat Atempausen oder eine Erkrankung: die Kinderarztpraxis, sie entscheidet über einen Monitor.
  • Dein Baby atmet nicht oder ist blau angelaufen: sofort den Notruf 112.

Quellen

  1. BehördeDem Plötzlichen Kindstod vorbeugen · Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) · Stand 14.9.2024
  2. BehördeSicher schlafen · Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) · Stand 18.11.2025
  3. BehördeEin sicherer Schlafplatz · Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) · Stand 10.1.2025
  4. FachgesellschaftS1-Leitlinie Prävention des Plötzlichen Säuglingstods (AWMF 063-002) · Version 3.0, gültig bis 05.11.2027 · AWMF / DGSM · Stand 6.11.2022

Aktualisiert am 5.10.2026 · Geprüft am 1.10.2026 · Elternweiser

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