Kurzantwort
Sketchnotes sind visuelle Notizen aus kurzen Texten, einfachen Zeichnungen und Strukturelementen wie Boxen, Pfeilen und Symbolen. Für den Anfang reichen ein Stift und ein Blatt Papier.
Was sind Sketchnotes?
Bei Sketchnotes steht das Bild im Vordergrund, nicht der Text. Statt einer klassischen Mitschrift werden Stichworte und kurze Sätze mit einfachen Zeichnungen, Symbolen, Pfeilen oder Sprechblasen verbunden. Der Name kommt aus dem Englischen: sketch heißt Skizze, notes Notizen. Sketchnotes eignen sich für Mitschriften im Unterricht, für Plakate und Präsentationen, aber auch, um Ideen und Pläne zu skizzieren.
Wie sind Sketchnotes aufgebaut?
Ganz ohne Text kommen die meisten Sketchnotes nicht aus. Sie bestehen aus kurzen Beschriftungen, kleinen selbst gezeichneten Bildern und Strukturen wie Pfeilen, Schildern oder Bannern, die das Gezeichnete miteinander verbinden.
Anders als ein Text müssen Sketchnotes nicht Satz für Satz von oben nach unten laufen. Was wichtig ist, zeigt die Gestaltung: Wichtiges wird groß gezeichnet, Nebensächliches kleiner.
Elemente für Sketchnotes
Grafische Elemente sind das Herzstück von Sketchnotes. Sie bringen die Inhalte in Beziehung und zeigen, was zusammengehört. Das Landesmedienzentrum Baden-Württemberg nennt dazu Schrift, Symbole und Figuren, Rahmen, Verbindungslinien und Farbe, die sparsam für Hervorhebungen eingesetzt wird.
- Schrift: Überschriften und wichtige Begriffe heben sich durch Block-, Comic- oder Schreibschrift ab.
- Boxen: rund, rechteckig oder quadratisch, sie rahmen Wichtiges ein. Auch Sprechblasen, Banner oder gezeichnete Schilder erfüllen diese Aufgabe.
- Aufzählungszeichen: Striche und Punkte trennen Gedanken voneinander. Besonders Wichtiges bekommt einen Stern.
- Verbindungselemente: Pfeile verbinden Elemente und lenken den Blick, vom dicken Pfeil bis zum gepunkteten Strich.
- Trennungselemente: Linien teilen verschiedene Themen auf einem Blatt voneinander ab.
- Figuren: Strichmännchen zeigen Tätigkeiten und Aussagen auf einen Blick.
- Symbole: einfache Zeichen aus Grundformen ersetzen lange Beschreibungen.
Sketchnotes Schritt für Schritt
Bei Sketchnotes geht es nicht um schöne Zeichnungen, sondern darum, Inhalte zu verstehen und zu ordnen. So fängst du an:
1. Symbole sammeln
Aus Kreis, Rechteck, Quadrat und Dreieck lassen sich fast alle Formen bauen. Leg dir eine eigene Sammlung mit Symbolen und Elementen an, die dir gefallen.
2. Genau zuhören
Wer zeichnen will, muss erst verstehen, worum es geht. Deshalb steht das Zuhören am Anfang.
3. Verarbeiten
Überleg, was die Kernaussage ist, und zeichne erst dann. Was du nicht verstanden hast, kannst du nicht darstellen.
4. Weg oder Muster wählen
Die Inhalte können wie ein Weg über die Seite führen oder wie eine Mindmap aus verbundenen Blasen aufgebaut sein. Pfeile, Schilder und Rahmen lassen sich später ergänzen.
5. Ergänzen und ausgestalten
Ist die Stunde vorbei, trägst du nach, was fehlt, und hebst Wichtiges hervor. Perfekt muss es nicht sein.
Was die Forschung zum Zeichnen beim Lernen sagt
Studien zum Zeichnen beim Lernen zeigen: Wer Begriffe oder Definitionen zeichnet, behält sie besser, als wer sie aufschreibt, abmalt oder sich nur vorstellt. Untersucht wurde dabei das Zeichnen einzelner Inhalte, nicht Sketchnotes als ganze Methode. Dass Wort und Bild zusammen beim Lernen helfen, gilt für alle, nicht nur für einen bestimmten Lerntyp.
Sketchnotes oder Mindmap?
Eine Mindmap hat eine feste Form: Das Thema steht in der Mitte, die Äste wachsen nach außen, auf jedem Ast steht ein Schlüsselwort. Sketchnotes sind freier und verbinden mehr Bild mit kurzem Text; sie können wie eine Mindmap aufgebaut sein, müssen es aber nicht. Für den Einstieg reicht Papier, ein Tablet ist möglich, aber nicht nötig.
Häufige Fragen
Was sind Sketchnotes einfach erklärt?
Notizen, die mehr zeichnen als schreiben: kurze Stichworte, kleine Bilder, Pfeile und Rahmen, die zeigen, wie die Inhalte zusammenhängen.
Was brauche ich für Sketchnotes?
Einen Stift und ein Blatt Papier. Farbige Stifte oder ein Tablet sind möglich, aber nicht nötig.
Was ist der Unterschied zwischen Sketchnotes und Mindmap?
Die Mindmap hat eine feste Form mit dem Thema in der Mitte und einem Schlüsselwort je Ast. Sketchnotes sind freie Mitschriften aus Bild und kurzem Text.
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Quellen
- BehördeKreative Notizen – Sketchnotes im Unterricht · Landesmedienzentrum Baden-Württemberg · Stand 12.2.2021
- BehördeSketchnotes (Workshop) · Hessisches Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen, Hessischer Bildungsserver · abgerufen 2.10.2026
- FachgesellschaftThe Surprisingly Powerful Influence of Drawing on Memory · Bd. 27, Heft 5 · Fernandes, Wammes, Meade, Current Directions in Psychological Science · abgerufen 2.10.2026