Beamtenstippe ist ein einfaches Hackfleischgericht, das besonders in Berlin und in der DDR beliebt war: Zwiebeln und gemischtes Hackfleisch werden angebraten, mit Mehl bestäubt und mit Brühe zu einer Soße gekocht. Dazu gibt es Kartoffeln oder Kartoffelbrei. Direkt zum Rezept

Zutaten
- 500 ggemischtes Hackfleisch
- 100 gZwiebeln
- 50 gButter
- 1 ELMehl
- 350 mlWasser
- 1 ELGemüse- oder Fleischbrühe (Pulver)
- 1 TLPaprikapulver, edelsüß
- 1 PriseSalz
- 1 PrisePfeffer
Zubereitung
- Zwiebeln anbräunen. Zwiebeln fein würfeln und in der Butter leicht anbräunen.
- Hackfleisch braten. Hackfleisch dazugeben und krümelig braten, bis es nicht mehr rosa ist.
- Mit Mehl bestäuben. Das Mehl über das Fleisch stäuben und kurz mitbraten.
- Brühe angießen. Brühpulver im Wasser verrühren, in die Pfanne gießen und unter Rühren aufkochen.
- Würzen und köcheln. Paprikapulver zugeben und alles einige Minuten köcheln lassen, bis die Soße sämig ist. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Woher der Name Stippe kommt
„Stippe“ ist ein vor allem norddeutsches Wort für eine breiige Soße. Es kommt von „stippen“, also kurz eintauchen oder eintunken: In die Stippe tunkt man Kartoffeln oder Brot. Besonders beliebt war die Hackfleischstippe in Berlin und in der DDR, als schnelles und günstiges Alltagsessen. Man kennt sie unter vielen Namen, neben Beamtenstippe zum Beispiel als Schusterstippe, Schneiderstippe, Lehrerstippe oder Gehacktesstippe. Mit ausgelassenem Speck statt Hackfleisch heißt sie Speckstippe. Ebenfalls aus der ostdeutschen Küche: Soljanka und Tote Oma.
Beilagen und Varianten
Zur Beamtenstippe passen Salzkartoffeln, Pellkartoffeln oder Kartoffelbrei, dazu ein paar Scheiben Gewürzgurke. Würziger wird die Stippe mit einem Lorbeerblatt, ein paar Wacholderbeeren, Kapern oder etwas Kümmel, die du mit der Brühe zugibst. Wird die Soße zu dick, rührst du noch etwas Wasser unter.